Perspektive 354

September 13th, 2011 § 13 comments

Wirklichkeiten sind nur Ankerplätze, Häfen der Unterbrechung. Sie verhindern ein uferloses Treiben und geben der Reise, als fixe Markierungen, ihre Fassung, ihre Richtung, ihr Ende. Sie sind, sozusagen unsere Halteplätze – um Halt und Richtung zu finden. Nutzbar für Landgänge oder notwendige Reparaturarbeiten um sich zu erholen und das Schiff zu überholen. Ohne sie, treiben wir haltlos oder nicht funktionstüchtig durch den Ozean. Ohne Häfen entschärfen wir den Sinn unserer Reise, hätten wir das Ziel gleich am Ausgangspunkt erreicht, machen es also überflüssig, wären wir nicht und nie in Bewegung, hätten keinen Richtungspunkt, alles wäre erreicht und das Leben sinnlos und sehnsuchtslos geworden.

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